17. Januar 2018

17. Januar 2018

Ich will weiter in den Phu Chi Fa Forest Park. Dieser liegt an der Grenze zu Laos auf über 1.400 Meter Höhe. Der Phu Chi Fa ist bei Thailändern und Asiaten ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Dort möchte ich morgen früh den Sonnenaufgang erleben. Mein erster Blick auf das von mir lang ersehnte Laos. Nordlaos hat im Dezember 2014, als Stephan und ich dort 5 Tage verbrachten, eine Art Verliebtheit und Freiheit in mir herauf beschworen.

Mein Vermieter bringt mich mit seinem Jeep in die Stadt zum Busbahnhof. Erst kaufe ich mir ein Busticket für Freitag Morgen zurück nach Chiang Mai. Das benötige ich zwingend. Am Freitag geht mein Flug nach Luang Prabang, Laos. Das ist mein momentaner Fixpunkt hinsichtlich Zeit- und Routenplanung. Am Ticketschalter bekomme ich eine Fahrkarte für den 06:15 Uhr Bus. Das muss reichen, um rechtzeitig am Flughafen anzukommen. Ich bin erleichtert, dass dies so reibungslos geklappt hat. Nun kann ich mich beruhigt um die Fahrt zum Phu Chi Fa kümmern. Mein Vermieter begleitet mich zu einem älteren Herrn, der unscheinbar an einem Klapptisch sitzt. Er verkauft Tickets für den Minivan. Heute um 13:00 Uhr ist Abfahrt. Morgen um 09:00 Uhr geht es wieder zurück. Gekauft! Meinen Rucksack darf ich bei dem Herrn deponieren. Bis zur Abfahrt dauert es noch 2 Stunden. In einem kleinen Restaurant neben dem Busbahnhof gibt es ein kleines Frühstück. Eine 0,5 Liter Kanne grünen Tee bekomme ich „aufs Haus“ mit dazu. Im 7 Eleven Mark kaufe ich noch Wasser für die anstehende Fahrt. Auf dem Weg zur Busstation meine ich, dass jemand meinen Namen ruft. Und das auch noch deutsch ausgesprochen. Ich stutze….da hab ich mich im Stimmen- und Auto-Wirrwarr verhört. Und dann nochmals. Ich drehe mich um, sehe Huy und Giulia im Café sitzen und mir winken. Die beiden waren auch in der Volunteer-Gruppe „A“ beim ENP! Was für eine freudige Überraschung! Huy kommt aus Hamburg, Giulia aus Köln. Giulia erzählt, dass sie eben von mir gesprochen haben. Eben dran gedacht – schon bin ich da. So ist das mit der lieben Resonanz 🙂 Sie haben überlegt, einen Abstecher nach Luang Prabang zu machen, um mich dort bei meinem Schulprojekt zu besuchen. Tolle Idee. So werden wir es wahrscheinlich machen.

Der Minivan ins Hochland startet mit 50 Minuten Verspätung. Eine rückenschonende Fahrt verläuft sicherlich anders. Ich hatte den Platz hinten links über dem Radkasten ergattert. Nach knapp 3,5 Stunden bin ich erlöst. Heil im Dorf in den Bergen angekommen. Der Minivan wird von potentiellen Zimmervermietern gestürmt. Eine Vorabreservierung übers Internet war nicht möglich. Dementsprechend abgesprochen sind hier die Preise. Ich zahle 500,- Bath für einen dürftigen kleinen Bungalow mit eigenem Bad. Das Dorf besteht mehr aus kleinen Hütten und Zimmern für die Übernachtungsgäste, als aus privaten Unterkünften. Die Verständigung ist hier sehr schwer. Mit Händen und Füßen alles wunderbar. Ich mache mich noch auf eine kurze Tour durchs Dorf. Ich bemerke, dass ich viel angeschaut werde… Ok, ich bin die einzige hellhäutige und „europäisch/westlich“ aussehende Person hier.

2 Gedanken zu „17. Januar 2018

  1. Hallo Petra,
    Mit Begeisterung lesen Huk und ich deinen Reiseblog. Hoffentlich sind deine Bed Bugs Stiche wieder verheilt. Bei uns regnet es gerade ganz fürchterlich.

    Liebe Grüße Sabine

    1. Liebe Sabine,
      ja, die Stiche sind soweit verheilt, dass es nicht mehr juckt 🙂 Sie werden aber bestimmt noch eine Weile sichtbar sein. Freue mich, wenn Ihr zwei Lieben mich begleitet!
      Herzliche Grüße
      Petra

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